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Ich werde den Dürstenden
aus der Quelle des Lebenswassers umsonst geben.(Offb 21,6)

Flucht und Ankommen

von Andrea Blome

„Flucht heißt nicht nur wegzugehen, sondern auch anzukommen." Das schreibt die Professorin Ines Langemeyer in ihrem Vorwort zu dem Buch „Fluchtweg 25". Die meisten Fotos in dieser Ausgabe der ahzw stammen aus diesem Buch. Mit dem Ankommen ist Hoffnung verbunden. Hoffnung auf ein sicheres Zuhause, eine Zukunft für die Kinder, Hoffnung auf Arbeit, auf einen sich­eren Aufenthaltsstatus, auf Alltag, Normalität, Zukunft.

„Flucht heißt nicht nur wegzugehen, sondern auch anzukommen." Für dieses Ankommen gibt es viele Begriffe – sie sind mehr oder weniger umstritten, abgenutzt, hilfreich. Auch im Redaktionsbeirat haben wir diskutiert: Ist Integration noch das richtige Wort? Ist es nicht viel zu sehr mit einer erwarteten Anpassung verbunden? Und wie sprechen wir über die Menschen, die zu uns kommen? Sind sie Flüchtlinge, Geflüchtete, Geflohene? Auch um diese Worte gibt es eine seltsame Debatte. Immer die Frage: Wie sagen wir es „richtig"?
Denn Worte drücken immer eine Haltung aus. Im Ringen um die richtigen Worte steckt immer auch das Ringen um eine gemeinsame gesellschaftliche Vision. Wie wollen wir das Zusammenleben gestalten? Wie wollen wir in einer Gesellschaft leben, die bunter wird, die von der Vielfalt herausgefordert ist?

Es macht viel Sinn, über Flucht, Fluchtgründe und legale Wege nach Europa zu debattieren. Es macht ebensoviel Sinn, über das Ankommen zu sprechen – über Verantwortung und Kreativität, über politische Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Veränderungsprozesse und eine Kultur, deren Willkommen ­Ankommen möglich macht. Zu dieser Debatte laden wir Sie mit diesem Heft ein.

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